Minigolf Systeme

Minigolf und Miniaturgolf unterscheiden sich nicht nur im Material der Spielfläche und in den Hindernisaufbauten, die Betonbahnen des Minigolf sind auch länger (12 m bei 125 cm Breite), was ebenfalls andere Spieltechniken und Bälle erfordert als bei den kürzeren Miniaturgolfbahnen aus Eternitplatten (6,25 m, 90 cm breit), die obendrein nicht betreten werden dürfen. Diese beiden sind bis heute die verbreitetsten unter den standardisierten Bahnensystemen; Mathias Kaiser schätzte 1980 die Zahl der genormten Minigolfanlagen weltweit auf über 5.000, wovon Minigolf und Miniaturgolf etwa 90% stellen. Miniaturgolf liegt dabei vorn, weil preisgünstiger in der Herstellung und sparsamer im Platzverbrauch.

Anmerkung: zum Öffnen der im PDF-Format hinterlegten Normungsbestimmungen wird der Adobe Reader benötigt.

Minigolfsystem Beton (Minigolf)

Minigolfsystem Beton
Minigolfsystem Beton

Minigolf hat 18 genormte Betonbahnen, die einschließlich Hindernissen in vorgeschriebener Reihenfolge angelegt sein müssen. Die ersten 17 sind 12 m lang und 1,25 m breit. Die 18. Bahn ist die ca. 25 m lange Weitschlag-Piste. Die Abschlagmarkierung auf Minigolfbahnen ist immer ein Kreis mit einem Durchmesser von 30 cm in der Mitte der Banden am Bahnanfang. Der Mittelpunkt hat einen Abstand von 40 cm vom Bahnanfang und ist durch eine kreisförmige Markierung mit einem Durchmesser von maximal 8 cm gekennzeichnet. Die Bahnbegrenzung bilden Flacheisen- bzw. Rohrbanden. Die Hindernisse sind Aufbauten aus Beton oder Naturstein.

Weitere Details gibt’s in den Normungsbestimmungen für Beton (DMV-Übersetzung der „system-specific rules concrete“, Abschnitt 2.4 des WMF-Regelwerkes).

Minigolfsystem Eternit (Miniaturgolf)

Minigolfsystem Eternit
Minigolfsystem Eternit

Miniturgolf hat 6,25 m lange und 0,90 m breite genormte Bahnen. Diese bestehen aus Zementplatten (Eternit), die in Eisenwinkelrahmen verlegt sind. Es gibt insgesamt 25 genormte Minigolfbahnen mit oder ohne Hindernisaufbauten. Abschlag ist immer das gesamte Abschlagsfeld. Von den Banden darf ein liegengebliebener Ball 20 cm abgelegt werden, vom Hindernis 30 cm. Vom Score (Spielergebnis) her ist Miniaturgolf das System mit der am niedrigsten zu erwartenden Schlaganzahl. Abhängig von der Selektivität der Anlage ist für eine vordere Platzierung eine durchschnittliche Schlaganzahl von 20-22 Schlägen pro Runde (bei nationalen oder internationalen Meisterschaften sogar noch weniger) notwendig.

Weitere Details gibt’s in den Normungsbestimmungen für Miniaturgolf (DMV-Übersetzung der „system-specific rules miniaturegolf“, Abschnitt 2.5 des WMF-Regelwerkes)

Cobigolf

Cobigolf
Cobigolf

Es gibt zwei verschiedene Arten von Cobigolf: Großcobigolf und Kleincobigolf. Auf beiden Arten muss der Spieler den Ball erst durch ein oder zwei Törchen spielen, bevor er eingelocht werden kann. Unter Groß-Cobi versteht man Betonbahnen mit den gleichen Ausmaßen wie beim Minigolf. Auch hier gibt es einen Weitschlag – manchmal auch zwei. Beim Klein-Cobi sind die Bahnen aus Eternitplatten und verfügen über die gleichen Maße wie beim Miniaturgolf.

Weitere Details gibt’s in den Normungsbestimmungen für Minigolf Open Standard (DMV-Übersetzung der „system-specific rules for minigolf open standard (MOS)“, Abschnitt 2.7 des WMF-Regelwerkes) und den DMV-Normungs- und Sonderbestimmungen für Cobigolf.

Sterngolf

Sterngolf
Sterngolf

Sterngolf wird ebenfalls auf Betonbahnen gespielt. Sie sind ca. 8 m lang und 1 m breit. Der Endkreis hat einen Durchmesser von 2 Metern. Die Hindernisse sind auf jeder Anlage gleich, nur die Reihenfolge kann jeweils verschieden sein. Die Bahnen werden aus Rohrbanden begrenzt. Die letzte Bahn hat dem System den Namen gegeben. Hier ist der Endkreis in Form eines Sterns angelegt, das Zielloch ist auf einem kleinen Hügel angebracht. Der Spieler darf die Bahn beim Spiel und Anschlag betreten. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es 10 verschiedene Sterngolf-Vereine, jedoch sind diese neben Deutschland auch in den Nachbarländern, vor allem in Österreich, zu finden. Erfinder und in fast allen Fällen (Mit-)Erbauer ist Heinrich Ullrich.

Weitere Details gibt’s in den Normungsbestimmungen für Minigolf Open Standard (DMV-Übersetzung der „system-specific rules for minigolf open standard (MOS)“, Abschnitt 2.7 des WMF-Regelwerkes) und den DMV-Normungs- und Sonderbestimmungen für Sterngolf.

Filzgolf

Filzgolf
Filzgolf

Aus dem skandinavischen Raum stammen die Filzbahnsysteme. Eine Filzgolfanlage besteht aus 18 Bahnen, die aus 25 genormten Hindernisarten gewählt werden können. Die Länge der Bahn kann zwischen 6 und 18 Meter liegen, die Breite zwischen 80 und 90 cm. Der „Zielkreis“ ist achteckig und kann eine Breite zwischen 1,60 und 2,40 m haben. Die Banden bestehen aus Holz, mittlerweile aus Witterungsgründen in Mitteleuropa auch teilweise schon aus Edelstahl. Die Spielfläche ist mit einem teppichartigen Filz belegt. Der Ball wird von einer Abschlagplatte vom Bahnanfang gespielt.

Weitere Details gibt’s in den Normungsbestimmungen für Filzgolf (DMV-Übersetzung der „system-specific rules system-specific rules feltgolf“, Abschnitt 2.6 des WMF-Regelwerkes).

 

Die Informationen auf dieser Seite wurden aus verschiedenen Quellen wie dem NBV, DMV und Wikipedia zusammengestellt.

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